Geschäftsbericht 2014 Geschäftsbericht 2014
Menü

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(23) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus Warenverkäufen erzielt. Sie enthielten in geringem Umfang auch Erlöse aus erbrachten Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 11.291,5 Mio € (Vorjahr: 10.700,1 Mio €) und erhöhten sich damit um 5,5 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: Rückgang um 0,4 %). Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Sparten sowie nach Regionen ist im Segmentbericht (Anmerkung [51]) dargestellt.

(24) Lizenz- und Provisionserlöse

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Lizenzerlöse auf 138,0 Mio € (Vorjahr: 359,8 Mio €). Im Wesentlichen waren darin die Lizenzerlöse für die Produkte Humira® (AbbVie Inc.), Viibryd® (Actavis, vormals Forest Laboratories Inc.) und Puregon® (Merck & Co. Inc.) sowie Erträge für die Pharmawirkstoffe Bisoprolol und Metformin enthalten. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Auslaufen der Patente für Avonex® (Biogen Idec Inc.) und Enbrel® (Amgen Inc.). Mit AbbVie Inc. wurde eine außergerichtliche Einigung für Patentstreitigkeiten bezüglich Humira® erzielt. Auf Basis dieser Einigung ergaben sich für dieses Produkt ab der zweiten Jahreshälfte 2014 keine weiteren Lizenzerlöse.

Erstmals wurden im Jahr 2014 Erlöse aus der strategischen Allianz mit Pfizer Inc., USA, im Bereich der Immunonkologie vereinnahmt. Nähere Angaben zu der Vereinbarung sind Anmerkung [5] zu entnehmen.

Die Provisionserlöse erreichten im Geschäftsjahr 71,3 Mio € (Vorjahr: 35,2 Mio €). Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erlöse aus Kooperations- und Distributionsverträgen.

Die Aufteilung der Lizenz- und Provisionserlöse nach Sparten ist im Segmentbericht (Anmerkung [51]) dargestellt.

(25) Herstellungskosten

Die Herstellungskosten umfassten im Wesentlichen die Kosten der abgesetzten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Sie beinhalteten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie zum Beispiel Material-, Personal- und Energiekosten sowie Abschreibungen auch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosten und gegebenenfalls erforderliche Abwertungen auf Vorräte.

Die Aufteilung der Herstellungskosten nach Sparten ist im Segmentbericht (Anmerkung [51]) dargestellt.

(26) Marketing- und Vertriebskosten

Die Marketing- und Vertriebskosten setzten sich wie folgt zusammen:


Tabelle anzeigen
in Mio € 2014 2013
     
Außendienst – 809,3 – 789,8
Innendienst – 613,6 – 598,7
Werbemaßnahmen – 469,4 – 458,4
Logistik – 412,6 – 390,7
Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte1 – 719,0 – 762,0
Sonstige Marketing- und Vertriebskosten – 81,0 – 88,9
Marketing- und Vertriebskosten1 – 3.104,9 – 3.088,5
1
Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert, siehe Anmerkung „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“.

29.5 KB

Die Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte entfielen auf Marktzulassungen, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte, Markennamen, Warenzeichen und Sonstiges, welche dem Marketing- und Vertriebsbereich funktional zuzuordnen waren.

Die Aufteilung der Marketing- und Vertriebskosten nach Sparten ist im Segmentbericht (Anmerkung [51]) dargestellt.

(27) Lizenz- und Provisionsaufwendungen

Die Lizenzaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 160,5 Mio € (Vorjahr: 212,8 Mio €) und die Provisionsaufwendungen auf 377,0 Mio € (Vorjahr: 354,2 Mio €).

Die umsatzerlösabhängigen Lizenzzahlungen hatten Vertriebskostencharakter und wurden periodengerecht als Aufwand erfasst. Wesentlich sind hier die Vermarktungsrechte für Erbitux® außerhalb der USA und Kanadas, für welche im Geschäftsjahr 2014 Aufwendungen in Höhe von 84,7 Mio € (Vorjahr: 80,9 Mio €) anfielen.

Im Rahmen von Vertriebspartnerschaften kommt es zu umsatzerlösabhängigen Provisionszahlungen, die periodengerecht als Aufwand erfasst werden. Die angefallenen Provisionsaufwendungen standen insbesondere im Zusammenhang mit der Vermarktung von Rebif® in den USA, für welche im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 314,6 Mio € (Vorjahr: 302,4 Mio €) entstanden. Auch diese hatten ausschließlich Vertriebskostencharakter.

Die Aufteilung der Lizenz- und Provisionsaufwendungen nach Sparten ist im Segmentbericht (Anmerkung [51]) dargestellt.

(28) Verwaltungskosten

In den Verwaltungskosten wurden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen, soweit sie nicht als interne Dienstleistung auf andere Funktionskosten verrechnet wurden.

Die Aufteilung der Verwaltungskosten nach Sparten ist im Segmentbericht (Anmerkung [51]) dargestellt.

(29) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen im Geschäftsjahr auf 1.703,7 Mio € (Vorjahr: 1.506,6 Mio €). Im Geschäftsjahr 2014 wurden die Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software), welche den Forschungs- und Entwicklungskosten zuzurechnen waren, erstmalig in diesem Funktionsbereich ausgewiesen.

Mit den Forschungskosten wurden Erstattungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 18,4 Mio € (Vorjahr: 15,0 Mio €) verrechnet, darin enthalten waren staatliche Zuschüsse in Höhe von 5,9 Mio € (Vorjahr: 8,9 Mio €).

Die Aufteilung der Forschungs- und Entwicklungskosten nach Sparten sowie nach Regionen ist im Segmentbericht (Anmerkung [51]) dargestellt.

(30) Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Die Aufteilung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge stellte sich wie folgt dar:


Tabelle anzeigen
in Mio € 2014 2013
     
Wertminderungen1 – 100,2 – 225,6
Rechtsstreitigkeiten1 – 95,5 – 205,2
Integrationskosten / IT-Kosten – 87,2 – 49,0
Restrukturierungskosten – 83,9 – 130,5
Prämien, Gebühren und Beiträge – 55,2 – 54,3
Wertberichtigungen auf Forderungen – 41,9 – 47,1
Nicht einkommensabhängige Steuern – 35,5 – 37,4
Akquisitionskosten – 24,5
Aufwendungen für nicht betriebstypische Leistungen – 21,8 – 23,9
Verluste aus abgegangenen Geschäften – 8,8 – 2,3
Projektkosten – 4,4 – 6,5
Übrige betriebliche Aufwendungen1 – 125,2 – 131,0
Summe sonstige betriebliche Aufwendungen1 – 684,1 – 912,8
     
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten 260,3 50,4
Währungskursdifferenzen aus operativem Geschäft 53,3 26,0
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 41,8 42,1
Erträge für nicht betriebstypische Leistungen 26,4 25,1
Gewinne aus Anlagenabgängen 3,7 7,5
Erträge aus Beteiligungen 1,5 1,5
Übrige betriebliche Erträge1 39,4 42,1
Summe sonstige betriebliche Erträge1 426,4 194,7
     
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge – 257,7 – 718,1
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe untenstehende Erläuterungen.

32.5 KB

Im Geschäftsjahr 2014 wurden die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten separat ausgewiesen und nicht mit den Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten verrechnet. Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend angepasst.

Die bisher unter der Position Sondereinflüsse ausgewiesenen Nettoaufwendungen wurden entsprechend ihrem Charakter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen zugeordnet.

Die Wertminderungen in Höhe von 100,2 Mio € (Vorjahr: 225,6 Mio €) entfielen in Höhe von 84,9 Mio € (Vorjahr: 10,5 Mio €) auf Vermögenswerte, welche dem Bereich Forschung und Entwicklung zuzuordnen waren, in Höhe von 5,1 Mio € (Vorjahr: 12,6 Mio €) auf Produktionsanlagen, in Höhe von 0,1 Mio € (Vorjahr: 156,2 Mio €) auf vertriebsbezogene Vermögenswerte und in Höhe von 5,7 Mio € (Vorjahr: 23,5 Mio €) auf den Verwaltungsbereich. Zudem wurden nicht konsolidierte Beteiligungen und sonstige Finanzinstrumente, die der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ zugeordnet waren, in Höhe von 4,4 Mio € (Vorjahr: 5,5 Mio €) wertgemindert. Im Vorjahr waren noch Wertminderungen in Höhe von 17,3 Mio € auf aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsfelds Discovery and Development Solutions der Sparte Merck Millipore angefallen. Weitere Angaben zu den Wertminderungen sind in den Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten (Anmerkung [41]) dargestellt.

Die Integrations- und IT-Kosten in Höhe von 87,2 Mio € (Vorjahr: 49,0 Mio €) fielen vor allem für die globale Harmonisierung der IT-Landschaft und im Rahmen der Integration von akquirierten und bestehenden Geschäften an.

Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 83,9 Mio € (Vorjahr: 130,5 Mio €) entstanden in Höhe von 79,5 Mio € (Vorjahr: 130,5 Mio €) im Rahmen des Transformations- und Wachstumsprogramms „Fit für 2018“. Diese Aufwendungen betrafen, wie auch im Vorjahr, überwiegend Personalmaßnahmen, wie beispielsweise den Abbau von Stellen zur Etablierung einer schlankeren und effizienteren Organisation. Von den ausgewiesenen Wertminderungen entfielen weiterhin 4,5 Mio € (Vorjahr: 35,7 Mio €) auf das Programm, sodass sich insgesamt Aufwendungen in Höhe von 84,0 Mio € (Vorjahr: 166,2 Mio €) im Rahmen von „Fit für 2018“ ergaben.

Die Akquisitionskosten in Höhe von 24,5 Mio € (Vorjahr: 0,0 Mio €) fielen zum einen für die Akquisition der AZ Electronic Materials S.A., Luxemburg, und zum anderen im Rahmen der beabsichtigten Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation, USA, an.

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen wurden unter anderem spezielle Umweltschutzkosten und den Funktionsbereichen nicht zuordenbare Personalaufwendungen, wie zum Beispiel Kosten für den Betriebsrat, ausgewiesen.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 260,3 Mio € (Vorjahr: 50,4 Mio €) entstanden im Wesentlichen aufgrund der Beilegung des Rechtsstreits mit Israel Bio-Engineering Project Limited Partnership („IBEP“).

Die Aufteilung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge nach Sparten ist im Segmentbericht (Anmerkung [51]) dargestellt.

(31) Finanzergebnis


Tabelle anzeigen
in Mio € 2014 2013
     
Zinserträge und ähnliche Erträge 30,6 30,1
Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen – 162,4 – 176,6
Zinsanteil aus Währungskurssicherungen – 5,1 – 17,2
Zinsergebnis – 136,9 – 163,7
     
Zinsanteil der Zuführung zu Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen – 55,2 – 54,2
Währungsdifferenzen aus Finanzierungstätigkeit – 13,0 – 4,3
Ergebnis aus Finanzbeteiligungen 0,1
– 205,0 – 222,2

29.5 KB

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund gesunkener Zinsaufwendungen und eines gesunkenen Zinsanteils aus Währungskurssicherungen. Die im Vergleich höheren Zinsaufwendungen des Vorjahrs enthielten Aufwendungen für eine Anleihe, die im September 2013 zurückgezahlt wurde. Diese Verringerung der Zinsaufwendungen wurde partiell durch Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der geplanten Akquisition der Sigma–Aldrich Corporation, USA, kompensiert. Der Zinsanteil aus Währungskurssicherungen ist im Wesentlichen auf Einsparungen durch die Etablierung einer US-Dollar-Inhouse-Bank zurückzuführen, da hierdurch das Nominalvolumen bestehender Währungssicherungen deutlich reduziert wurde.

Kursdifferenzen aus Finanzierungstätigkeit sind im Wesentlichen durch den Prämienaufwand für Optionen zur Sicherung von konzerninternen Transaktionen in Fremdwährung entstanden.

(32) Ertragsteuern



Tabelle anzeigen
in Mio € 2014 2013
     
Laufende Steuern der Periode – 592,4 – 496,9
Periodenfremde Steuern – 21,9 – 41,6
Latente Steuern der Periode 222,1 359,0
– 392,2 – 179,5

28.5 KB

In der nachstehenden Tabelle wird von dem theoretischen Steueraufwand auf die Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet. Der theoretische Steueraufwand ergab sich aus der Anwendung des Steuersatzes einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Darmstadt in Höhe von 30,7 %.


Tabelle anzeigen
in Mio € 2014 2013
     
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.557,0 1.388,6
     
Steuersatz Kapitalgesellschaft 30,7 % 30,7 %
Theoretischer Steueraufwand – 478,0 – 426,3
Steuersatzdifferenzen 100,8 109,7
Steuereffekt von Gesellschaften mit negativem Konzernbeitrag – 15,8 – 14,6
Periodenfremde Steuern – 21,9 – 41,6
Steueranrechnungen 23,2 225,8
Steuereffekte auf Verlustvorträge 18,5 0,4
Steuereffekt durch nicht abzugsfähige Aufwendungen /
steuerfreie Erträge / sonstige Steuereffekte
– 19,0 – 32,9
     
Steueraufwand gemäß Gewinn- und Verlustrechnung – 392,2 – 179,5
     
Steuerquote gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 25,2 % 12,9 %

30 KB

Die Steueraufwendungen beinhalteten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern ausländischer Gesellschaften.

Die höheren Steueranrechnungen des Vorjahrs entstanden im Wesentlichen in den USA aufgrund der Berücksichtigung von Dividendenerträgen aus Hochsteuerländern.

Die Überleitung der latenten Steuern in der Bilanz einerseits und der latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung andererseits stellte sich wie folgt dar:


Tabelle anzeigen
in Mio € 2014 2013
     
Veränderung aktiver latenter Steuern gemäß Bilanz 256,5 – 210,2
Veränderung passiver latenter Steuern gemäß Bilanz – 152,9 526,5
Veränderung erfolgsneutral gebildeter aktiver / passiver latenter Steuern – 177,4 42,0
Konsolidierungskreisänderungen / Wechselkursänderungen / sonstige Veränderungen 295,9 0,7
Latente Steuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 222,1 359,0

29 KB

Die Verlustvorträge gliederten sich wie nachstehend aufgeführt:


Tabelle anzeigen
31.12.2014 31.12.2013
in Mio € Deutschland Ausland Gesamt Deutschland Ausland Gesamt
             
Verlustvorträge 8,0 948,4 956,4 3,4 437,4 440,8
davon:
mit latentem Steueranspruch
3,1 292,5 295,6 0,8 102,5 103,3
Latenter Steueranspruch 0,5 71,5 72,0 0,2 20,6 20,8
davon:
ohne latenten Steueranspruch
4,9 655,9 660,8 2,6 334,9 337,5
Theoretischer latenter Steueranspruch 0,8 106,5 107,3 0,4 77,5 77,9

29.5 KB

Der Anstieg der Verlustvorträge im Ausland und der gestiegene latente Steueranspruch resultierten im Wesentlichen aus der Akquisition der AZ Electronic Materials S.A., Luxemburg.

Eine Aktivierung von latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge erfolgt nur dann, wenn für Verlustvorträge unter 5,0 Mio € ein Ausgleich innerhalb eines Jahrs und für Verlustvorträge über 5,0 Mio € ein Ausgleich innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist.

Der überwiegende Teil der Verlustvorträge war entweder zeitlich unbegrenzt oder bis zu 20 Jahre vortragbar.

Die in Deutschland aufgelaufenen Verlustvorträge für Körperschaft- und Gewerbesteuer betrugen 8,0 Mio € (Vorjahr: 3,4 Mio €).

Der theoretisch mögliche latente Steueranspruch auf die nicht bewerteten Verlustvorträge betrug 107,3 Mio € (Vorjahr: 77,9 Mio €).

Durch die Nutzung von in Vorjahren nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen ergab sich im Jahr 2014 eine Verminderung der Ertragsteuerbelastung in Höhe von 18,5 Mio € (Vorjahr: 0,4 Mio €).

Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden entfielen auf folgende Bilanzposten:


Tabelle anzeigen
31.12.2014 31.12.2013
in Mio € Aktiva Passiva Aktiva Passiva
         
Immaterielle Vermögenswerte 72,2 1.047,5 39,5 801,2
Sachanlagen 16,1 69,8 14,8 58,3
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte 0,1 3,6 0,1 3,9
Vorräte 507,6 10,2 442,1 4,6
Kurz- und langfristige Forderungen / sonstige Vermögenswerte 57,5 7,4 39,1 23,4
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 338,0 47,2 149,6 47,2
Kurz- und langfristige andere Rückstellungen 308,1 72,5 311,8 69,0
Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten 120,0 36,0 41,6 4,9
Steuerliche Verlustvorträge 72,0 20,8
Steueranrechnungen / Sonstiges 18,7 41,6 42,2 18,2
Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern – 517,4 – 517,4 – 365,2 – 365,2
Latente Steuern gemäß Bilanz 992,9 818,4 736,4 665,5

31 KB

Neben den latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge in Höhe von 72,0 Mio € (Vorjahr: 20,8 Mio €) führten temporäre Unterschiede zu latenten Steueransprüchen in Höhe von 920,9 Mio € (Vorjahr: 715,6 Mio €).

Für temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen bestanden am Bilanzstichtag latente Steuerschulden, bezogen auf geplante Dividendenausschüttungen, von insgesamt 31,0 Mio € (Vorjahr: 12,9 Mio €). Für andere temporäre Unterschiede auf Anteile an Tochterunternehmen wurden keine weiteren latenten Steuerschulden berücksichtigt, da eine Umkehrung dieser Unterschiede nicht absehbar war. Die temporären Unterschiede, bezogen auf thesaurierte Gewinne der Tochtergesellschaften, beliefen sich auf 5.194,3 Mio € (Vorjahr: 4.894,6 Mio €).

(33) Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis enthielten im Wesentlichen die Anteile anderer Gesellschafter an den börsennotierten Gesellschaften Merck Ltd., Indien, und P.T. Merck Tbk., Indonesien, sowie an den Gesellschaften Merck (Pvt.) Ltd., Pakistan, und Merck Ltd., Thailand.

(34) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich aus dem den Anteilseignern der Merck KGaA zustehenden Ergebnis nach Steuern, dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der theoretisch ausstehenden Aktien. Die theoretische Aktienzahl berücksichtigt, dass das Komplementärkapital nicht in Aktien verbrieft ist. Nachdem die ordentliche Hauptversammlung der Merck KGaA am 9. Mai 2014 einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 beschlossen hatte, wurden die Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 2,60 € in je zwei Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 1,30 € geteilt. Entsprechend der neuen Unterteilung des Grundkapitals in Höhe von 168,0 Mio € in 129.242.252 Aktien errechnete sich eine theoretische Aktienzahl von 305.535.626 Stück für das Komplementärkapital in Höhe von 397,2 Mio €. Insgesamt ergaben sich somit 565,2 Mio € beziehungsweise 434.777.878 theoretisch ausstehende Aktien. Unter Berücksichtigung des Aktiensplits belief sich die gewichtete durchschnittliche Aktienzahl im Jahr 2014 ebenfalls auf 434.777.878 Stück.

Zum Stichtag existierten keine potenziell verwässernd wirkenden Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entsprach dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Die Berechnung des unverwässerten und des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde aufgrund des zum 30. Juni 2014 vollzogenen Aktiensplits rückwirkend für alle dargestellten Berichtsperioden angepasst.

Nach oben