Geschäftsbericht 2014 Geschäftsbericht 2014
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Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird gemäß IAS 7 „Kapitalflussrechnungen“ erstellt. Sie zeigt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr durch Mittelzu- und -abflüsse. Weitere Angaben zu dem Finanzmittelfonds finden sich in der Erläuterung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Anmerkung [35]). Der Betrag der nicht ausgenutzten Kreditlinien, die für die künftige betriebliche Tätigkeit und zur Erfüllung von Verpflichtungen eingesetzt werden können, wird in Anmerkung [44] offengelegt.

Die von den Konzerngesellschaften mit abweichender funktionaler Währung berichteten Zahlungsströme werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Stichtagskurs angesetzt. Der Einfluss der Wechselkursänderungen wird unter den Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente separat ausgewiesen.

Innerhalb des Mittelflusses aus Investitionstätigkeit wurden Umgliederungen mit dem Ziel einer klareren und verständlicheren Darstellung vorgenommen und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

(53) Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit

Die Steuerzahlungen im Geschäftsjahr betrugen 667,8 Mio € (Vorjahr: 491,4 Mio €); Steuererstattungen fielen in Höhe von 54,9 Mio € (Vorjahr: 85,9 Mio €) an. Die Zinsauszahlungen beliefen sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 191,1 Mio € (Vorjahr: 248,3 Mio €). Die Zinseinzahlungen lagen bei 89,4 Mio € (Vorjahr: 89,5 Mio €). Im Vorjahr wurden im Rahmen des in Deutschland eingerichteten Contractual Trust Arrangement 200,0 Mio € auf den Merck Pensionstreuhand e. V., Darmstadt, (Treuhänder) übertragen. Dies führte zu einer entsprechenden Reduzierung der Pensionsrückstellungen und zu einer Belastung des Mittelflusses aus betrieblicher Tätigkeit. Im Geschäftsjahr 2014 fand keine Übertragung statt.

Die Veränderungen der Rückstellungen im Berichtsjahr sind durch den mit Israel Bio-Engineering Project Limited Partnership („IBEP“) erzielten Vergleich beeinflusst. In den Veränderungen der übrigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten war die von Pfizer Inc., USA, nach Abschluss der Vereinbarung in bar entrichtete Einstandszahlung in Höhe von 850 Mio US-Dollar (678,3 Mio €) enthalten, siehe hierzu Anmerkung [5].

Der Mittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit, unterteilt nach den Segmenten des Merck-Konzerns, ist in Anmerkung [51] offengelegt.

(54) Mittelfluss aus Investitionstätigkeit

Für Akquisitionen und Investitionen in finanzielle Vermögenswerte wurden insgesamt 4.562,6 Mio € (Vorjahr: 990,3 Mio €) ausgegeben. Dabei entfielen auf die Übernahme der AZ Electronic Materials S.A., Luxemburg, 1.419,3 Mio €. Der Mittelabfluss aus Investitionen in kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 3.143,3 Mio € (Vorjahr: 975,2 Mio €) resultierte im Wesentlichen aus dem Kauf von kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten.

Im Jahr 2014 wurden 3.508,6 Mio € (Vorjahr: 372,1 Mio €) Mittelzuflüsse aus Abgängen von übrigen finanziellen Vermögenswerten erzielt. Im Vorjahr war aus dem Verkauf des Merck-Serono-Standorts in Genf, Schweiz, ein Mittelzufluss in Höhe von 251,1 Mio € enthalten.

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