Geschäftsbericht 2014 Geschäftsbericht 2014
Menü

Prognosebericht

Die bedeutsamsten finanziellen Steuerungskennzahlen des Merck-Konzerns sind unverändert Umsatzerlöse, EBITDA vor Sondereinflüssen und Business Free Cash Flow. Basierend auf diesen Steuerungsgrößen gibt der vorliegende Bericht für das Geschäftsjahr 2015 eine Prognose für den Merck-Konzern sowie die drei Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials wieder. Da die interne Planung für das Jahr 2015 bereits auf Grundlage der neuen Segmentierung vorgenommen wurde, weist auch der Prognosebericht diese neue Struktur auf. Wesentliche Änderungen bestehen in der Zusammenfassung des Pharmageschäfts – bestehend aus den bisherigen Sparten Merck Serono und Consumer Health – unter dem Dach des neuen Unternehmensbereichs Healthcare sowie in der Umbenennung des Merck-Millipore-Geschäfts in den Unternehmensbereich Life Science. Für eine Darstellung der seit dem 1. Januar 2015 geltenden Segmentierung wird auf den Abschnitt „Merck-Konzern“ im vorliegenden Geschäftsbericht verwiesen.

Im September 2014 haben Merck und das US-amerikanische Life-Science-Unternehmen Sigma-Aldrich einen Verschmelzungsvertrag abgeschlossen, nach dem Merck Sigma-Aldrich übernehmen würde. Die Aktionäre von Sigma-Aldrich haben dem Zusammenschluss mit Merck auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung am 5. Dezember 2014 zugestimmt. Aus heutiger Sicht wird unverändert erwartet, dass die Übernahme zur Jahresmitte 2015 abgeschlossen wird. Der erfolgreiche Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen kartellrechtlichen Freigaben.

Die Prognose für den Geschäftsverlauf des Jahres 2015 wird zunächst ohne Einbeziehung der Sigma-Aldrich-Übernahme dargestellt. Für den Effekt der Übernahme von Sigma-Aldrich werden getrennte Prognosen für den Merck-Konzern sowie den von der Übernahme betroffenen Unternehmensbereich Life Science getroffen. Sie basieren auf einer möglichen Erstkonsolidierung von Sigma-Aldrich zur Jahresmitte 2015.

Prognose für den Merck-Konzern

Merck Konzern → Prognose für 2015

Tabelle anzeigen
in Mio € Ist-Zahlen 2014 Prognose für 2015 Wesentliche Annahmen
       
Umsatzerlöse 11.291,5
  • Leichtes organisches Wachstum
  • Leichter Portfolioeffekt
  • Moderat positiver Wechselkurseffekt
  • Healthcare: organisch auf Niveau von 2014; deutlicher Rückgang von Rebif®, kompensiert durch Wachstumsbeitrag der Emerging Markets und der anderen dem Umsatz nach wichtigen Produkte
  • Life Science: moderates organisches Wachstum
  • Performance Materials: organisch leichter Anstieg gegenüber 2014; starker Portfolioeffekt durch die Berücksichtigung von AZ Electronic Materials über ein volles Geschäftsjahr
EBITDA vor Sondereinflüssen 3.387,7 Leichter Anstieg aufgrund operativer Entwicklung und positiver Wechsel-
kurseffekte; mindestens auf Vorjahresniveau
  • Gezielte Intensivierung von Forschungs- und Entwicklungsprogrammen und damit höherer Forschungs- und Entwicklungsaufwand bei Merck Serono
  • Belastung aufgrund des Wegfalls der Humira®-Lizenzeinnahmen und sinkender Rebif®-Umsatzerlöse bei Merck Serono
  • Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bei Performance Materials aufgrund der Berücksichtigung der AZ-Akquisition für ein volles Jahr und ein moderater Anstieg bei Life Science
  • Niedriger zweistelliger prozentualer Anstieg des Aufwands für Konzernkosten und Sonstiges aufgrund des Wegfalls von Währungssicherungsgewinnen aus dem Jahr 2014 und aufgrund erwarteter Aufwendungen für das „ONE Global Headquarters“-Projekt im Jahr 2015
Business Free
Cash Flow
2.605,1 Leichter Anstieg
  • Erwarteter leichter Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen
  • Weitere Verbesserung im Management des Nettoumlaufvermögens

23.5 KB

Umsatzerlöse

Für den Merck-Konzern wird im Jahr 2015 mit gegenüber dem Vorjahr leicht steigenden organischen Umsatzerlösen gerechnet. Darüber hinaus wird aufgrund der Berücksichtigung von AZ Electronic Materials über ein volles Geschäftsjahr ein leicht positiver Portfolioeffekt erwartet. Hinsichtlich der für den Merck-Konzern bedeutendsten Fremdwährungen wird für 2015 im Vergleich zum Vorjahr im Jahresdurchschnitt von einer Aufwertung des US-Dollars, des Schweizer Franken und bedeutender asiatischer Währungen gegenüber dem Euro ausgegangen. Ferner wird für Währungen in Lateinamerika mit einer Abwertung gegenüber dem Euro gerechnet. In Summe würde sich für 2015 ein moderat positiver Wechselkurseffekt für den Merck-Konzern ergeben.

Für den Unternehmensbereich Healthcare rechnet Merck im Jahr 2015 mit organischen Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau. Für Rebif®, das umsatzstärkste Produkt von Merck Serono, geht Merck aufgrund eines unverändert starken Wettbewerbsdrucks in Nordamerika und Europa von einem deutlichen organischen Umsatzrückgang gegenüber 2014 aus. Dieser sollte jedoch voraussichtlich durch anhaltendes Wachstum in den Emerging Markets und durch das Wachstum anderer dem Umsatz nach wichtiger Produkte des Unternehmensbereichs kompensiert werden können. Für die Umsatzerlöse im Unternehmensbereich Life Science wird für das Jahr 2015 mit einem moderaten organischen Wachstum gerechnet, das insbesondere durch die Geschäftsfelder Process Solutions und Lab Solutions getrieben werden dürfte. Für den Unternehmensbereich Performance Materials wird ein leichter organischer Umsatzzuwachs erwartet. Darüber hinaus ist für diesen Unternehmensbereich nochmals mit einem spürbaren Portfolioeffekt zu rechnen, da AZ Electronic Materials im Jahr 2015 erstmals über ein volles Geschäftsjahr hinweg konsolidiert wird.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Aufgrund der erwarteten operativen Entwicklung und positiver Wechselkurseffekte wird für den Merck-Konzern für das Jahr 2015 von einem leichten Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen – der wichtigsten Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts bei Merck – gegenüber 2014 ausgegangen. Zumindest soll jedoch das EBITDA vor Sondereinflüssen des Vorjahrs erreicht werden.

Für den Unternehmensbereich Healthcare ist in Summe mit einem leichten Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen zu rechnen. Die gezielte Intensivierung der strategisch wichtigen Forschungs- und Entwicklungsprogramme, insbesondere zur Entwicklung des Anti-PD-L1-Antikörpers und von TH-302 bei Merck Serono, wird 2015 zu höheren Aufwendungen führen. Darüber hinaus belasten die sinkenden Umsatzerlöse von Rebif® und der Wegfall der Humira®-Lizenzeinnahmen das EBITDA vor Sondereinflüssen. Für den Unternehmensbereich Performance Materials geht Merck durch die volle Einbeziehung von AZ Electronic Materials von einem Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Der Unternehmensbereich Life Science wird das EBITDA vor Sondereinflüssen im Jahr 2015 voraussichtlich moderat steigern können.

Für das EBITDA vor Sondereinflüssen im Bereich „Konzernkosten und Sonstiges“ erwartet Merck einen prozentualen Rückgang im niedrigen zweistelligen Bereich. 2014 wurde der Aufwand wesentlich durch positive Effekte aus Währungssicherungsgeschäften gemindert, die aufgrund der deutlichen Abwertung des Euros gegenüber bedeutenden Fremdwährungen für das Jahr 2015 nicht mehr zu erwarten sind. Zudem rechnet Merck mit höherem Aufwand im Jahr 2015 für das „ONE Global Headquarters“-Projekt in der Konzernzentrale in Darmstadt.

Business Free Cash Flow

Trotz der geplanten Investitionen in Wachstumsprojekte wird erwartet, dass der Business Free Cash Flow des Merck-Konzerns im Jahr 2015 in Einklang mit der prognostizierten Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen leicht ansteigt.

Prognose unter Berücksichtigung einer erfolgreichen Übernahme von Sigma-Aldrich

Im Fall einer erfolgreichen Übernahme von Sigma-Aldrich und einer erstmaligen Konsolidierung zur Jahresmitte 2015 erwartet Merck für das Jahr 2015 sowohl für den Konzern als auch für den Unternehmensbereich Life Science zweistellige Wachstumsraten bei den Umsatzerlösen gegenüber 2014. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen und den Business Free Cash Flow wäre für den Merck-Konzern mit einem sehr starken Wachstum zu rechnen, während für den Unternehmensbereich Life Science zweistellige Wachstumsraten zu erwarten wären.

Prognose für den Unternehmensbereich Healthcare

Healthcare → Prognose für 2015

Tabelle anzeigen
in Mio € Ist-Zahlen 20141 Prognose für 2015 Wesentliche Annahmen
       
Umsatzerlöse 6.549,4
  • Organisch auf Niveau des Vorjahres
  • Umsatzwachstum in den Emerging Markets und anderer dem Umsatz nach wichtiger Produkte kompensiert den deutlichen organischen Umsatzrückgang von Rebif®
  • Starkes organisches Wachstum im Consumer-Health-Geschäft
EBITDA vor Sondereinflüssen 2.000,3
  • Leichter Rückgang
  • Steigende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen aufgrund der Priorisierung und Intensivierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bei Merck Serono, insbesondere aufgrund der Weiterentwicklung des Anti-PD-L1-Antikörpers im Rahmen der strategischen Allianz mit Pfizer; zu einem wesentlichen Teil kompensiert durch den auf 2015 entfallenden Anteil der erhaltenen Vorauszahlung
  • Ergebniseffekt aus dem erwarteten Rückgang der Rebif®-Umsatzerlöse
  • Wegfall der Humira®-Lizenzeinnahmen
  • Positive Wechselkurseffekte
Business Free
Cash Flow
1.701,2
  • Leichter Rückgang
  • Leichter Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen
  • Höhere Investitionen in Sachanlagen im Rahmen der laufenden strategischen Wachstumsprojekte
1
Vergangenheitsbezogene Angaben für den Unternehmensbereich Healthcare beziehen sich auf die ehemaligen Sparten Merck Serono und Consumer Health, die seit dem 1. Januar 2015 beide zum neu geschaffenen Unternehmensbereich Healthcare gehören.

23 KB

Umsatzerlöse

Für den Unternehmensbereich Healthcare rechnet Merck für das Jahr 2015 organisch mit Umsatzerlösen auf dem Niveau von 2014. Für Rebif®, das umsatzstärkste Produkt von Healthcare, geht Merck von einem deutlichen organischen Umsatzrückgang infolge eines hohen Wettbewerbsdrucks in den USA und auch in Europa aus. Es wird jedoch damit gerechnet, dass dieser Umsatzrückgang durch anhaltendes Wachstum in den Emerging Markets und durch das Wachstum der anderen Geschäftsfelder kompensiert werden kann. Hierzu wird auch das Consumer-Health-Geschäft beitragen, für das Merck mit starkem organischen Umsatzwachstum rechnet.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Merck hat bereits im Jahr 2014 seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Unternehmensbereich Healthcare konsequent priorisiert und einzelne Projekte eingestellt. Für 2015 wird Merck die strategisch wichtigen Prioritätsprojekte gezielt vorantreiben, was zu steigendem Forschungs- und Entwicklungsaufwand führen wird. Einen wichtigen Stellenwert wird hierbei die Weiterentwicklung des Hypoxie-aktivierten Wirkstoffs TH-302 und insbesondere des Anti-PD-L1-Antikörpers im Rahmen der strategischen Allianz mit Pfizer einnehmen. Die diesbezüglichen Aufwendungen werden voraussichtlich zu einem wesentlichen Teil durch den auf 2015 entfallenden Anteil der erhaltenen Vorauszahlung von Pfizer kompensiert. Diese Entwicklungen sowie der Wegfall der Lizenzeinnahmen für Humira® und der Ergebnis-Einfluss des erwarteten deutlichen Umsatzrückgangs bei Rebif® werden voraussichtlich zu einem leichten Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen führen.

Business Free Cash Flow

Insbesondere Merck Serono investiert verstärkt in die Modernisierung, die Erweiterung und den Neubau von Produktionsanlagen, um die steigende Nachfrage nach Mercks Arzneimitteln zu decken. Aufgrund dieser Investitionsaktivitäten und des leichten Rückgangs des EBITDA vor Sondereinflüssen erwartet Merck für den Unternehmensbereich Healthcare im Jahr 2015 für den Business Free Cash Flow einen leichten Rückgang.

Prognose für den Unternehmensbereich Life Science

Life Science → Prognose für 2015

Tabelle anzeigen
in Mio € Ist-Zahlen 2014 Prognose für 2015 Wesentliche Annahmen
       
Umsatzerlöse 2.682,5
  • Moderates organisches Wachstum
  • Wachstum insbesondere getrieben durch die Geschäftsfelder Process Solutions und Lab Solutions und weiterhin die Emerging Markets
EBITDA vor Sondereinflüssen 658,6
  • Moderater Anstieg
  • Im Einklang mit der Umsatzentwicklung
Business Free
Cash Flow
419,0
  • Starker Anstieg
  • Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen
  • Deutliche Reduzierung der Vorratsbestände

21.5 KB

Umsatzerlöse

Merck rechnet damit, dass sich die weiterhin steigenden Investitionen in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Pharma- und Biotechnologieindustrie auch 2015 positiv auf das Geschäftsfeld Process Solutions auswirken werden. Process Solutions bietet Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen für Pharma- und Biotechunternehmen an. Das Geschäftsfeld Lab Solutions sollte im Jahr 2015 vom erwarteten leichten Wachstum des weltweiten Markts für Laborprodukte profitieren. Für die Geschäftseinheit Bioscience wird weiterhin von einer verhaltenen Entwicklung ausgegangen. Innerhalb des Unternehmensbereichs Life Science sollten 2015 daher voraussichtlich die Geschäftsfelder Process Solutions und Lab Solutions die stärksten Wachstumstreiber sein.

Insgesamt erwartet Merck für den Unternehmensbereich Life Science für das Jahr 2015 ein moderates organisches Wachstum der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Aus regionaler Sicht wird damit gerechnet, dass vor allem die Emerging Markets einen starken Anstieg verzeichnen werden.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Im Einklang mit der prognostizierten organischen Umsatzentwicklung sowie kontinuierlicher Effizienzverbesserungen wird das EBITDA vor Sondereinflüssen voraussichtlich ebenfalls moderat ansteigen.

Business Free Cash Flow

Für den Business Free Cash Flow von Life Science erwartet Merck einen starken Anstieg. Dieser sollte nicht nur auf die Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen zurückzuführen sein, sondern auch durch eine deutliche Reduzierung der Vorratsbestände erreicht werden.

Prognose unter Berücksichtigung einer erfolgreichen Übernahme von Sigma-Aldrich

Im Fall einer erfolgreichen Übernahme von Sigma-Aldrich und einer erstmaligen Konsolidierung zur Jahresmitte 2015 erwartet Merck im Unternehmensbereich Life Science für das Jahr 2015 gegenüber 2014 zweistellige Wachstumsraten – sowohl für die Umsatzerlöse und das EBITDA vor Sondereinflüssen als auch für den Business Free Cash Flow.

Prognose für den Unternehmensbereich Performance Materials

Performance Materials → Prognose für 2015

Tabelle anzeigen
in Mio € Ist-Zahlen 2014 Prognose für 2015 Wesentliche Annahmen
       
Umsatzerlöse 2.059,6
  • Organisch leichter Anstieg
  • Starker Portfolioeffekt
  • Weiterhin gute Volumensteigerung bei den Flüssigkristallen, die mit einem Preisrückgang bei etablierten Produkten einhergeht
  • Starker Portfolioeffekt durch die Berücksichtigung von AZ Electronic Materials über ein volles Geschäftsjahr
EBITDA vor Sondereinflüssen 894,8
  • Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich
  • Starker Portfolioeffekt
  • Planmäßige Realisierung von Synergien aus der Übernahme von AZ Electronic Materials
  • Positiver Wechselkurseffekt
Business Free
Cash Flow
699,6
  • Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich
  • Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen
  • Beträchtliche Investitionen in Zukunftstechnologien

22 KB

Umsatzerlöse

Für den Unternehmensbereich Performance Materials geht Merck für das Jahr 2015 von einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2014 aus. Organisch wird ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse erwartet, ergänzt durch einen starken Portfolioeffekt aufgrund der Berücksichtigung von AZ Electronic Materials über ein volles Geschäftsjahr. Im Geschäft mit Flüssigkristallen geht Merck von weiterhin gutem Volumenwachstum aus, das mit dem in dieser Industrie typischen Preisrückgang bei etablierten Produkten einhergeht. Diese Prognose steht im Einklang mit den Erwartungen von Display Search, einem Marktforschungsunternehmen für den Display-Sektor, das für 2015 weiterhin von einem starken Wachstum der weltweit produzierten Fläche bei Flachbildschirmen ausgeht.

Für das Jahr 2015 erwartet Merck keine wesentlichen neuen Technologien und Produkteinführungen im Bereich der Flüssigkristalle. Für Pigments & Functional Materials sowie für Integrated Circuit Materials rechnet Merck insgesamt mit moderatem organischen Umsatzwachstum.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Für das EBITDA vor Sondereinflüssen rechnet Merck für das Jahr 2015 mit einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2014, resultierend aus einem starken Portfolioeffekt, aus der planmäßigen Realisierung von Synergien aus der Übernahme von AZ Electronic Materials sowie positiven Wechselkurseffekten. Bei den Flüssigkristallen plant Merck, die Profitabilität weiterhin auf hohem Niveau zu verteidigen.

Business Free Cash Flow

Für den Business Free Cash Flow geht Merck für das Jahr 2015 von einer Verbesserung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2014 infolge des Anstiegs des EBITDA vor Sondereinflüssen aus. Dieser Anstieg berücksichtigt, dass Merck im Jahr 2015 beträchtliche Investitionen in Sachanlagen für Zukunftstechnologien tätigen wird.

Zusammenfassung

Für die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns wird für 2015 mit einem leichten organischen Wachstum gerechnet, das insbesondere durch den Unternehmensbereich Life Science getrieben sein dürfte. In Ergänzung hierzu geht Merck von einem leichten Portfolioeffekt durch die erstmalige Konsolidierung von AZ Electronic Materials über das gesamte Geschäftsjahr aus.

Unter Berücksichtigung positiver Wechselkurseffekte wird der dargestellte Geschäftsverlauf für den Merck-Konzern voraussichtlich zu einem leichten Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen führen. Zumindest jedoch soll das EBITDA vor Sondereinflüssen des Vorjahrs erreicht werden. Dabei sollte ein leichter Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen im Unternehmensbereich Healthcare aufgrund gezielter Investitionen in strategische Forschungs- und Entwicklungsprojekte, eines deutlichen Umsatzrückgangs bei Rebif® sowie wegfallender Lizenzeinnahmen für Humira® durch die beiden anderen Unternehmensbereiche mindestens ausgeglichen werden können. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Unternehmensbereichs Performance Materials wird voraussichtlich im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen, während für den Unternehmensbereich Life Science mit einem moderaten Anstieg gerechnet wird. Infolge dieser Entwicklung und trotz Investitionen in strategische Wachstumsprojekte erwartet Merck für das Jahr 2015 gegenüber 2014 einen leichten Anstieg des Business Free Cash Flow.

Im Fall einer erfolgreichen Übernahme von Sigma-Aldrich zur Jahresmitte 2015 erwartet Merck für das Jahr 2015 für den Konzern und für den Unternehmensbereich Life Science ein zweistelliges Umsatzwachstum gegenüber 2014. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen und den Business Free Cash Flow wären für den Merck-Konzern sehr starke und für den Unternehmensbereich Life Science zweistellige Wachstumsraten zu erwarten.

Nach oben