Geschäftsbericht 2014 Geschäftsbericht 2014
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Performance Materials

Performance Materials → Kennzahlen

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in Mio € 2014 2013 Veränderung
in %
       
Gesamterlöse 2.060,5 1.644,4 25,3
Umsatzerlöse 2.059,6 1.642,1 25,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 611,5 653,3 – 6,4
Marge (in % der Umsatzerlöse) 29,7 39,8
EBITDA 803,6 765,8 4,9
Marge (in % der Umsatzerlöse) 39,0 46,6
EBITDA vor Sondereinflüssen 894,8 779,7 14,8
Marge (in % der Umsatzerlöse) 43,4 47,5
Business Free Cash Flow 699,6 787,8 11,2

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Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Sparte Performance Materials wuchsen im Geschäftsjahr 2014 um 25,4 % auf 2.060 Mio € (Vorjahr: 1.642 Mio €). Zu dieser Steigerung trugen sowohl ein solides organisches Wachstum von 4,1 % als auch akquisitionsbedingte Umsatzsteigerungen von 22,8 % beziehungsweise 375 Mio € bei. Negative Währungseffekte belasteten die Umsätze in Höhe von – 1,5 %. Zum organischen Wachstum konnten alle bestehenden Einheiten, Liquid Crystals, Pigments & Cosmetics und Advanced Technologies, beitragen, wobei Liquid Crystals den weitaus größten absoluten Beitrag zum Umsatzanstieg leistete. Der akquisitionsbedingte Umsatzzuwachs war auf die zum 2. Mai 2014 erfolgte Erstkonsolidierung von AZ zurückzuführen, deren Integration abgeschlossen ist.

Die Geschäftseinheit Liquid Crystals behauptete auch im Geschäftsjahr 2014 ihre Marktführerschaft bei Flüssigkristallmaterialien. Organisch erzielten die beiden führenden Technologien (PS-VA und IPS) aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach hochwertigen (zum Beispiel „Ultra High Definition“) und großflächigen Fernsehgeräten ein starkes Umsatzwachstum. Unterstützend wirkte sich auch die Absatzentwicklung der neuen UB-FFS-Technologie aus, die hauptsächlich bei Smartphones und Tablet-PCs zum Einsatz kommt. Die gestiegenen Absatzmengen wurden durch die in dieser Industrie üblichen Preisrückgänge bei Flüssigkristallen teilweise aufgezehrt.

Die Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics erzielte im Geschäftsjahr 2014 ein leichtes organisches Umsatzwachstum. Hierzu trugen vor allem die Xirallic®-Produktfamilie, die insbesondere in Automobillacken zum Einsatz kommt, und technisch-funktionale Materialien bei. Zusammen mit negativen Währungseffekten erreichten die Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics das Vorjahresniveau.

Die Geschäftseinheit Advanced Technologies leistete aufgrund gestiegener Nachfrage nach OLED-Displays einen erfreulichen Beitrag zum organischen Wachstum der Sparte.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr und die jeweiligen organischen Wachstumsraten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

Performance Materials → Umsatzerlöse unD organisches Wachstum nach Quartalen1 in Mio € / organisches Wachstum in %

1
Quartalsaufteilung ungeprüft.

Performance Materials → Umsatzerlöse nach Regionen – 20141 in Mio € / in % der Spartenumsätze

Die Region Emerging Markets generierte mit einem Anteil von 74 % (Vorjahr: 75 %) weiterhin den mit Abstand höchsten Beitrag zu den Umsatzerlösen der Sparte. Dies ist auf die Konzentration der Abnehmer von Flüssigkristallen sowie von Hightech-Materialien der neuen Geschäftseinheit AZ in Asien zurückzuführen. In dieser Region erzielte die Sparte ein organisches Umsatzwachstum von 4,4 %. Akquisitionsbedingt, das heißt durch die Übernahme von AZ, nahmen die Umsätze in den Emerging Markets um 19,8 % zu. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von – 0,9 % wuchsen die Umsätze in dieser Region insgesamt auf 1.524 Mio € (Vorjahr: 1.237 Mio €) an.

Die Region Übrige Welt, mit Japan als dem wichtigsten Markt, verzeichnete einen organischen Anstieg der Umsatzerlöse von 10,4 %. Der akquisitionsbedingte Zuwachs aus dem Erwerb von AZ betrug 31,9 %. Zusammen mit negativen Währungseffekten von – 8,9 %, die überwiegend auf den Japanischen Yen zurückzuführen waren, ergaben sich damit Umsatzerlöse von 208 Mio € (Vorjahr: 156 Mio €). Der Umsatzanteil der Region Übrige Welt belief sich damit unverändert auf 10 %.

Die Sparte erzielte in der Region Europa Umsätze in Höhe von 193 Mio € (Vorjahr: 164 Mio €). Der Umsatzanstieg ist fast ausschließlich auf die erfolgte Erstkonsolidierung von AZ zurückzuführen. Der europäische Anteil an den Spartenumsätzen lag im Geschäftsjahr 2014 bei 9 % (Vorjahr: 10 %).

In Nordamerika erhöhten sich die Umsatzerlöse um 57,5 % auf 135 Mio € (Vorjahr: 86 Mio €). Ausschlaggebend für diese Steigerung war der akquisitionsbedingte Umsatzanstieg von 61,4 %. Organisch sanken die Umsätze aufgrund der schwächeren Nachfrage der Kosmetikindustrie nach den Produkten der Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics um – 4,3 %. Im Geschäftsjahr 2014 steuerte die Region damit 7 % (Vorjahr: 5 %) zu den Umsatzerlösen der Sparte bei.

Performance Materials → Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – 2014

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in Mio € / Veränderung in % Umsatzerlöse Organisches Wachstum Währungs-
effekte
Akquisitionen /
Veräußerungen
Gesamt-
veränderung
           
Europa 192,8 0,4 0,1 16,9 17,4
Nordamerika 134,8 – 4,3 0,4 61,4 57,5
Emerging Markets 1.524,4 4,4 – 0,9 19,8 23,3
Übrige Welt 207,6 10,4 – 8,9 31,9 33,4
Performance Materials 2.059,6 4,1 – 1,5 22,8 25,4

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Die Entwicklung der Ertragslage ist nachfolgend dargestellt:

Performance Materials → Ertragslage

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2014 2013 Veränderung
in Mio € in % in Mio € in % in Mio € in %
             
Umsatzerlöse 2.059,6 100,0 1.642,1 100,0 417,5 25,4
Lizenz- und Provisionserlöse 0,9 0,0 2,3 0,1 – 1,4 – 63,1
Gesamterlöse 2.060,5 100,0 1.644,4 100,1 416,1 25,3
             
Herstellungskosten1 – 983,2 – 47,7 – 617,1 – 37,6 – 366,1 59,3
(davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)1 (– 46,4) (– 1,2) (– 45,2) (–)
Bruttoergebnis1 1.077,3 52,3 1.027,3 62,6 50,0 4,9
             
Marketing- und Vertriebskosten1 – 177,8 – 8,6 – 151,6 – 9,2 – 26,2 17,3
(davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)1 (– 11,7) (– 11,1) (– 0,6) (6,0)
Lizenz- und Provisionsaufwendungen – 1,1 – 0,1 – 1,3 – 0,1 0,2 – 13,4
Verwaltungskosten – 56,1 – 2,7 – 27,8 – 1,7 – 28,3 101,4
Forschungs- und Entwicklungskosten1 – 170,6 – 8,3 – 145,4 – 8,9 – 25,2 17,4
(davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)1 (– 2,8) (– 2,3) (– 0,5) (22,6)
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge – 60,2 – 2,9 – 47,9 – 2,9 – 12,3 25,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 611,5 29,7 653,3 39,8 – 41,8 – 6,4
             
Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen 192,1 9,3 112,5 6,9 79,6 70,9
(davon: Sondereinflüsse) (–) (– 3,7) (3,7) (–)
EBITDA 803,6 39,0 765,8 46,6 37,8 4,9
             
Restrukturierungsaufwendungen 6,0 11,1 – 5,1 – 46,1
Integrationskosten / IT-Kosten 12,2 2,8 9,4
Gewinne / Verluste aus abgegangenen Geschäften 4,6 4,6
Akquisitionsbezogene Sondereinflüsse 68,4 68,4
Sonstige Sondereinflüsse
EBITDA vor Sondereinflüssen 894,8 43,4 779,7 47,5 115,1 14,8
1
Der Ausweis der Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (ohne Software) wurde geändert, siehe Anmerkung „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Konzernanhang.

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Die Entwicklung der Ertragslage war stark durch die Einbeziehung von AZ beeinflusst. Insbesondere der starke Anstieg der Herstellungskosten im Berichtsjahr stand überwiegend im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von AZ. Die im Rahmen der Akquisition erworbenen Vorräte wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt auf die beizulegenden Zeitwerte aufgewertet. Im Jahr 2014 wurde der Aufwertungsbetrag in Höhe von 45 Mio € in den Herstellungskosten aufwandswirksam berücksichtigt. Des Weiteren belasteten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen der AZ-Kaufpreisallokation angesetzt wurden, die Herstellungskosten. Infolge dieser Sondersachverhalte war 2014 der konsolidierte Beitrag von AZ zum Bruttoergebnis der Sparte gering. Die Bruttomarge von Performance Materials sank entsprechend auf 52,3 % (Vorjahr: 62,6 %). Der Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) auf 611 Mio € war unter anderem auch auf die beschriebene aufwandswirksame Behandlung der Neubewertung der AZ-Vorräte sowie auf weitere Einmalkosten im Zusammenhang mit der AZ-Akquisition zurückzuführen. Im Rahmen der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen wurden diese Einmaleffekte wieder gutgeschrieben, sodass diese Kennzahl den bereinigten Ergebnisbeitrag von AZ beinhaltet. Zusammen mit der sehr erfolgreichen Geschäftsentwicklung von Liquid Crystals erhöhte sich damit im Geschäftsjahr 2014 das EBITDA vor Sondereinflüssen um 14,8 % auf 895 Mio €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen ging auf 43,4 % (Vorjahr: 47,5 %) zurück und spiegelt insbesondere die geringere Marge des AZ-Geschäfts wider.

Die Entwicklung des EBITDA vor Sondereinflüssen in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

Performance Materials → EBITDA vor Sondereinflüssen und Veränderung nach Quartalen1 in Mio € / Veränderung in %

1
Quartalsaufteilung ungeprüft.

Entwicklung des Business Free Cash Flow

Die Sparte Performance Materials erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Business Free Cash Flow von 700 Mio € (Vorjahr: 788 Mio €). Der starke Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte im Berichtsjahr stand unter anderem im Zusammenhang mit dem Erwerb von AZ. Durch die Anpassung in Höhe von 145 Mio € wurde dieser Erstkonsolidierungseffekt wieder ausgeglichen. Höhere Investitionen im Jahr 2014 belasteten ebenfalls den Cash Flow, sodass die Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen insgesamt die höheren Mittelabflüsse nicht ausgleichen konnte.

Performance Materials → Business Free Cash Flow

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in Mio € 2014 2013 Veränderung
in %
       
EBITDA vor Sondereinflüssen 894,8 779,7 14,8
Investitionen in Sachanlagen, Software
sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte
– 97,6 – 71,7 36,1
Veränderungen der Vorräte – 98,8 37,2
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 143,4 42,6
Anpassungen Erstkonsolidierung AZ Electronic Materials 144,6
Business Free Cash Flow 699,6 787,8 – 11,2

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Die Entwicklung des Business Free Cash Flow in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

Performance Materials → Business Free Cash Flow und Veränderung nach Quartalen1 in Mio € / Veränderung in %

1
Quartalsaufteilung ungeprüft.
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